Die Geschichte des Vereins
Ein Traditionsverein mit Herz stellt sich vor
Als im Jahre 1909 eine Handvoll Männer die "Turnabteilung"der Jünglingskongregation
an St. Mariä Himmelfahrt aus der Taufe hoben, dürfte wohl niemand dieser Gründungs-
mitglieder die Phantasie besessen haben, sich vorzustellen, dass dieser Verein mehr
als 90 Jahre später noch quicklebendig existieren würde.
Denn kaum hatten die "Jünglinge" damit begonnen, Pyramiden zu bauen,
Keulen und Flaggen zu schwingen, da unterbrach der 1. Weltkrieg jede Form
turnerischer Freizeitgestaltung. Aber bereits gegen Ende des Krieges regten
sich die Turner wieder, verlegten ihre Aktivitäten ins Freie, indem sie sich der
Leichtathletik und dem Schlagball widmeten.

Mit letztgenannter Sportart ging es in den folgenden Jahren steil bergauf:
1924 wurden die Altendorfer Norddeutscher Meister, im Jahr darauf standen
sie sogar im Endspiel um die Reichsmeisterschaft, das in Frankfurt denkbar
knapp mit 36 : 37 verloren ging. Ebenso schnell verglühte das Interesse am
Schlagball auch wieder zugunsten einer Sportart, die bis zum heutigen Tag
als Aushängeschild des Vereins gilt: das Handballspiel. In nur wenigen
Jahren formten die Verantwortlichen eine Meisterschaft nach der anderen.
Abrupt wurde diese steile Aufwärtsentwicklung übrigens auch in der
Leichtathletik unterbrochen, als die Nationalsozialisten im Jahre 1934 den
Verein zur Auflösung zwangen. Dazu die Vorgeschichte: Seit 1920 gehörte der
Verein der von diesem Zeitpunkt an bestehenden DJK (Deutsche Jugendkraft)
an. In diesem von Carl Mosterts gegründeten Reichsverband wurden damals alle
pfarrlichen Turnabteilungen zusammengefasst. Von diesem Zeitpunkt an trug
der Verein den Namen DJK Altendorf 09.
Verständlich, dass den Nationalsozialisten solche kirchlich geprägten Vereine
und Verbände ein Dorn im Auge waren, und sie in aller Eile deren Aktivitäten
unterbanden. Zwar konnte der Vorstand Akten und Ehrenzeichen vor der
Gestapo in Sicherheit bringen, dennoch wurde nahezu alles später Opfer der
Bomben darunter auch die wertvolle Vereinsfahne.
Kaum zu glauben, aber wahr: Noch im Herbst des Kriegsjahres 1945 wurde
der Verein neu gegründet und musste sich zunächst SV Altendorf 09 nennen,
da zu dieser Zeit der DJK-Verband noch nicht wieder existierte.
Bedingt durch die starken Zerstörungen im Zentrum Altendorfs und der damit
verbundenen Ausquartierungen vieler Vereinsmitglieder in das Randgebiet,
entfaltete der Verein zunächst mehr Aktivitäten rund um den (noch nicht
vorhandenen) Kirchturm der Pfarrei St. Clemens Maria Hofbauer. Und spätestens
seit Kriegsende spielten Konfession und Geschlecht keine Rolle mehr bei der
Aufnahme in den Verein. So nahm die damalige Vereinsführung längst vorweg,
was erst viel später in die DJK als "ökumenische Offenheit" Einlass fand.

Sowohl in der schwierigen Nachkriegszeit als auch in der Zeit des Umbruchs
in den sechziger Jahren, als der Breitensport mehr und mehr an Bedeutung
gewann, konnte sich der SV DJK Altendorf 09 glücklich schätzen, Vorstände
zu besitzen, die Weitblick und Fingerspitzengefühl für die Sportbedürfnisse im
Altendorfer Raum entwickelten.
Heute hat sich der SV DJK Altendorf 09 längst das Attribut des reinen
Handballvereins abgestreift, gibt es Abteilungen, durch die sich Menschen jeder
Altersgruppe und jeden Könnens angesprochen fühlen dürfen. Der Verein
bietet in eine breite Palette von Sportarten an, die es jedem sportlich
Interessierten leicht machen soll, sich "seiner" Sportart mit Freude bis ins
hohe Lebensalter zu widmen.

Und noch etwas: Der Slogan "Im Verein ist Sport am schönsten" trifft mit
Sicherheit für den A09 in besondere Weise zu. Schon in der Satzung der DJK
wird darauf hingewiesen, dass Sportverständnis aus christlichem Geist vor
Inhumanität bewahrt. So wird seit jeher in A09 das Miteinander und Füreinander
groß geschrieben. Sowohl die Abteilungsfeste und Fahrten als auch Veranstaltungen
des Hauptvereins genannt sei das jährliche Stiftungsfest, der "Ferienkehraus"
an der Wüstenhöfer Straße, der Vereins-Wandertag finden viel Anklang in
der A09 Familie.
Johannes Severin
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